Yoko Tawada

Yoko Tawada

Foto: Georg Pöhlein

Biografische Daten

Übersetzte Sprachen

Deutsch, Japanisch

Teilnahmen

2013

Jurymitglied

2015, 2017, 2019, 2021

Preisträgerin

2013

Übersetzte Autoren

Lebenslauf

Die 1960 in Tokio geborene Yoko Tawada kam 1979 mit der Transsibirischen Eisenbahn zum ersten Mal nach Deutschland. Seit 1982 lebt sie in Deutschland, zunächst in Hamburg, seit 2006 in Berlin. Studium der Literaturwissenschaft an der Waseda-Universität in Tokio und Hamburg, Promotion in Zürich über „Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur” (2000).Tawadas Texte vollführen einen Zungentanz der Mehrsprachigkeit. „Wo Europa anfängt” (1991) war der erste deutsche Text von Yoko Tawada, zu dem es keine japanische Erstfassung gibt. In der Übersetzerwerkstatt spricht sie über die Anderssprachigkeit (in) der Literatur, schwarze Löcher im Gewebe der Sprachen, übersetzendes Dichten und Übersetzungen ohne Original („Wenn ich schreibe, ist das immer eine Übersetzung im weiteren Sinne”). Für ihre Poetik der Verwandlung und Mehrsprachigkeit erhält Yoko Tawada den „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung”. (A. LS.)

Auszeichnungen

Gunzô-Shinjin-Literaturpreis, Japan (1991), Akutagawa-Literaturpreis, Japan (1993), Adelbert-von-Chamisso-Preis (1996), Stipendium Villa Aurora, Los Angeles (1997), Poetik-Dozentur in Tübingen (1998), Izumi-Kyooka-Literaturpreis, Japan (2000), Writer in Residence Literaturhaus Basel (2001), Bunkamura Prix de Deux Magots, Japan (2002), Ito-Sei-Literaturpreis, Japan (2003), Goethe-Medaille (2005), Writer in Residence Washington University (2008), Writer in Residence Stanford University und Cornell University (2009), Hamburger Gastprofessur für Interkulturelle Poetik, Murasaki-Shikibu-Literaturpreis, Japan, Noma-Bungei-Literaturpreis, Japan (2011), Writer in Residence Sorbonne, Paris (2012), Yomiuri-Literaturpreis, Japan, Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Übersetzungen

Eigene Werke

  • Tawada, Yoko (1987): „Nur da wo du bist da ist nichts“, Gedichte und Prosa, übers. von Peter Pörtner, konkursbuch, Tübingen 1987 (Japanisch)
  • Tawada, Yoko (1989): „Das Bad“, Roman, übers. von Peter Pörtner, konkursbuch, Tübingen (Japanisch)
  • Tawada, Yoko (1993): „Ein Gast“, Roman, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (1996): „Der fremde Blick. Schreiben in neuen Kulturen“, Pinkus, Zürich
  • Tawada, Yoko (1996): „Talisman“, Essays, z. T. übers. von Peter Pörtner, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (1997): „Aber die Mandarinen müssen heute abend noch geraubt werden“, Traumtexte, z. T. übers. von Peter Pörtner, konkursbuch, Tübingen (Deutsch, Japanisch)
  • Tawada, Yoko (1998); „Verwandlungen. Tübinger Poetik-Vorlesungen“, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2000): „Opium für Ovid. Ein Kopfkissenbuch von 22 Frauen“, Prosa, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2002): „Überseezungen“, Essays, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2004): „Das nackte Auge“, Erzählung, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2005): „Was ändert der Regen an unserem Leben? Oder ein Libretto“, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2007): „Sprachpolizei und Spielpolyglotte“, Essays, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2008): „Schwager in Bordeaux“, Roman, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2009): „Sonderzeichen Europa“, zus. mit László Márton, Ed. Thanhäuser, Linz
  • Tawada, Yoko (2010): „Abenteuer der deutschen Grammatik“, Gedichte, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2012): „Fremde Wasser. Hamburger Gastprofessur für Interkulturelle Poetik“, hrsg. von O. Gutjahr, konkursbuch, Tübingen
  • Tawada, Yoko (2013): „Mein kleiner Zeh war ein Wort. 12 Theaterstücke“, konkursbuch, Tübingen