Uljana Wolf

Foto: Erich Malter

Übersetzte Sprachen

Englisch

Teilnahmen

2009, 2015

Jurymitglied

2017

Preisträger in

2015

Übersetzte Autoren

Lebenslauf

Geboren 1979 in Berlin, studierte Germanistik, Kulturwissenschaft und Anglistik in Berlin und Krakau. Für ihre Lyrik und Prosagedichte sowie Übersetzungen aus dem Englischen und ostslawischen Sprachen erhielt sie den sechsten „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. In der Übersetzerwerkstatt sprach sie über ihr Konzept der „unreinen“ Übersetzung („Dirty Bird Translation“), das auch der karibische Dichter Edouard Glissant im Sinn gehabt haben mag, als er schrieb: „Vielsprachigkeit beinhaltet nicht ein Nebeneinander oder die Kenntnis mehrerer Sprachen, sondern die Gegenwart aller Sprachen der Welt in der Praxis der eigenen.“ Ein Hoffnungsschimmer auf der Suche nach einem masterlosen Werkzeug. „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretirt, es kömmt drauf an, sie verfremdend zu übersetzen.“ (Uljana Wolf) Uljana Wolf lebt in Berlin und Brooklyn. Sie unterrichtet Poesie und Übersetzung am Pratt Institute, New York. (A. LS.)

Auszeichnungen

Wiener Werkstattpreis (2003), Mercator-Berghaus-Stipendium in Krzyzowa, Polen (2004), Peter-Huchel-Preis (2006), Dresdner Lyrikpreis (zus. mit V. Fischerová, 2006), RAI-Medienpreis beim Lyrikpreis Meran, Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds (2008), Stipendium der Villa Aurora, Los Angeles (2010), Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis (2013), Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2015).

Übersetzungen

  • Christian Hawkey (2008): „Reisen in Ziegengeschwindigkeit“, Gedichte, zweisprachig, übers. zus. mit S. Popp, kookbooks, Idstein
  • Aurélie Maurin und Thomas Wohlfahrt (2009): „VERSschmuggel. Polnisch- und deutschsprachige Gedichte“, Poesiefestival Berlin, 29. Juni 2009, diverse Autoren und Übersetzer, Das Wunderhorn, Heidelberg
  • Matthea Harvey (2010): „Du kennst das auch“, Gedichte, zweisprachig, kookbooks, Idstein
  • Christian Hawkey (2010): „Sonette mit elisabethanischem Maulwurf“, Hochroth, Perleberg/Berlin
  • Eugene Ostashevsky (2010): „Auf tritt Morris Imposternak, verfolgt von Ironien“, SuKuLTuR, Berlin
  • John Ashbery (2010): „Ein weltgewandtes Land“, Gedichte, zweisprachig, übers. zus. mit Gerhard Falkner, Joachim Sartorius u. a., luxbooks, Wiesbaden
  • Yoko Ono (2014): „Acorn“, Haffmans & Tolkemitt, Berlin
  • Jonathan Galassi (2016): „Muse“, Roman, S. Fischer, Frankfurt a. M.

Eigene Werke

  • Uljana Wolf (2005): „kochanie ich habe brot gekauft“, Gedichte, kookbooks, Idstein
  • Uljana Wolf (2009): „Jahrbuch der Lyrik 2009“, Hrsg. zus. mit C. Buchwald, S. Fischer, Frankfurt a. M.
  • Uljana Wolf (2009): „falsche freunde“, Gedichte, kookbooks, Idstein
  • Uljana Wolf (2009): „Box Office. Münchner Reden zur Poesie 8“, Essay, hrsg. von F. von Ammon und U. Haeusgen, Stiftung Lyrik-Kabinett, München
  • Uljana Wolf (2012): „SONNE FROM ORT. Ausstreichungen / Erasures“, zus. mit C. Hawkey, englisch/deutsch, nach den „Sonnets from the Portu­gue­se“ von Elizabeth Barrett Browning und den Übertragungen von Rainer Maria Rilke, kookbooks, Idstein
  • Uljana Wolf (2013): „meine schönste lengevitch“, Gedichte, kookbooks, Berlin